Katharina Mertens

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Katharina Mertens war eine Künstlerin und führte eine Kunstschule in Köln.


Ausbildung

Katharina Mertens wurde laut eigenen Angaben in verschiedenen Städten in Malerei und Zeichnen ausgebildet:

"Meine künstlerische Ausbildung vervollkommnete ich nach absolvirtem (!) Zeichenlehrerinnen-Examen bei:

- Frau von Sievers, Fräulein Kath. Klein, Herrn W. Leistkow, Berlin - Herrn Hummel, München - Herrn Overbeck, Worpswede

- und im Atelier für Kunstweberei von Fräuleins J. und C. Brinckmann, Hamburg."


Freie Berufstätigkeit/Schulen

Um 1902 betrieb Katharina Mertens eine gemeinsame Kunstschule mit Helene Nemitz. Später haben die beiden Frauen zwar noch in gemeinsamen Räumen gearbeitet, aber Katharina Mertens fungierte eher als Untermieterin. In Ihrem Werbeprospekt hieß es bereits 1904: "Kunstgewerbliches Atelier von Kath. Mertens im Anschluss an die Malschule von Hel. Nemitz." Adresse war weiterhin der Königsplatz 15, heute Rathenauplatz.

Der Prozess der Trennung von Helene Nemitz und Katharina Mertens vollzog sich parallel zu einer zunmehmenden Professionalisierung von bildenden Künstlerinnen, die sich vehement von dem Label weiblicher Dilettantismus abgrenzen wollten. Ggf. hatte die Trennung der Bereiche einen ähnlichen Hintergrund. Anscheinend haben die beiden Künstlerinnen sich auf ihre jeweiligen Kompetenzen besonnen und die Unterrichtsangebote separiert beworben. Katharina Mertens bot u.a. Bildweben nach Scherrebecker Art an, als Referenz konnte sie auf den Direktor des Kölner Kunstgewerbemuseums Dr. Falke verweisen, der sich selbst für Spitzen interessierte und öfters Ausstellungen anbot.

Des Weiteren unterrichtete sie Lederbearbeitung (Punzen und buntfarbiges Beizen), sowie "Entwerfen von kunstgewerblichen Gegenständen, unter anderem für dekorative Handarbeiten".

Quellen

  • Im Kölner Frauengeschichtsverein befinden sich Kopien von Anzeigen der Künstlerinnenschulen (z.B. aus den Jahresberichten von Künstlervereinen).

Einzelnachweise


FrauenGeschichtsWiki ist ein Projekt des Kölner Frauengeschichtsverein e.V. Viele Informationen stammen aus unserem Vereinsarchiv. Wir freuen uns über weitere Hinweise an kfvg@netcologne.de