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Version vom 4. November 2012, 19:27 Uhr

Irma Brandes (geb. Fiebig, auch Brandes-Fiebig) (* 4. Februar 1905 in Berlin; † 19. Mai 1995 in Wiesbaden) war eine deutsche Journalistin und Schriftstellerin


Familie

Der Vater, der Regimentsmusiker Eduard Fiebig - ein Geiger - stammte aus einer schlesischen Förster-und Beamtenfamilie. Die Mutter kam aus dem Märkischen und hatte hugenottische VorfahrInnen. Von ihr habe sie, "wie sie äußert, den gallischen Witz mitbekommen".[1] Wie Irma Brandes, verschrieben sich auch die Geschwister künstlerischen Berufen: Ihr Bruder war der Kirchenmusiker und Komponist (u.a. von Orgelwerken) Prof. Kurt Fiebig, ein Hamburger 'Kontrapunktler'. Die Schwester Eva Fiebig war eine sehr beliebte Theater,- Film und Fernsehschauspielerin. [2] Deren Sohn, Irma Brandes Neffe Peter Sandloff, studierte in Irma Brandes Kölner Zeit an der Kölner Musikhochschule bei Philipp Jarnach und wurde ein berühmter Filmkomponist.


Ausbildung / Journalismus

"Mit 19 hatte sie es, wie man so sagt, von der Schulbank weg zum Journalismus gezogen ... Der Anstoß zum Schreiben kam in jungen Jahren; in der Schulzeit verfaßte sie Aufsätze für die anderen, wie überhaupt der Wunsch, sich künstlerisch kundzutun, früh bei ihr da ist."[3]

1923 begann Irma Brandes eine Ausbildung (Volontariat) in der Berliner Redaktion der Rheinisch-Westfälischen Zeitung. 1924 wechselte sie in den Scherl-Verlag, dem sie über Jahre treu blieb. 1926 wurde sie Schriftleiterin der verlagseigenen Zeitschrift Oberschlesische Frau. "Ausgangspunkt ihrer Tätigkeit war Berlin, als Heimat von früh auf geschätzt, wo sie für sämtliche Journale des berühmten Scherl-Verlags zu schreiben anfängt; so für den der deutschen (sic) Volkspartei des liberalen Stresemann nahestehenden 'Tag', an dessen 'Nachtausgabe' sie bei Erich Schwarzer das Zeitungsschreiben und -redigieren lernt; 'Der Montag', 'Die Woche' und 'Berliner Lokalanzeiger' hießen für sie (später in Frankfurt und Köln) weitere Blätter, deren, wie sie formuliert, 'Alarm-Korrespondentin' sie war. So ging es per Auto oder Flugzeug an die jeweiligen Brennpunkte des Geschehens. In genauer Erinnerung der Sonderberichterstatterin geblieben sind die Feier der Rheinlandbefreiung und ein gräßliches Grubenunglück, aber auch die Rheinische Dichtertagung in Frankfurt, der Besuch der befreiten Städte Koblenz, Mainz, Wiesbaden, die notleidenden Ruhr-Metropolen oder die internationalen Bauaustellungen in Paris, für die sie ein repräsentatives Heft redigierte, bzw. in Brüssel, über die sie in Fachzeitschriften schrieb." [4] 1927 ging sie als Korrespondentin des Scherl-Verlages nach Leipzig. 1928 kehrte sie nach Berlin zurück zur Presseabteilung der UFA, dann nach Frankfurt als Rheinlandkorrespondentin für den alten Verlag. 1929 zog sie in dieser Funktion nach Köln.[5]

Nationalsozialismus

In den ersten Jahren des Nationalsozialismus arbeitete Irma Brandes noch als Schriftleiterin bei den Rheinischen Blättern (1933-1936).[6] Danach war sie nur noch als freie Autorin tätig (u.a. unter dem Namen Brandes-Fiebig). Sie heiratete den Diplomingenieur Robert Brandes (1899-1987), seit 1925 Regierungsbaumeister bei der preußischen Bau- und Finanzdirektion. Ggf. spielte hier ihr neuer Schwerpunkt Städtebau eine verbindende Rolle, sie kaprizierte sich "immer mehr auf die Bau- und Städtekunst" und stellte "Städte als Persönlichkeiten in umfangreichen Abhandlungen" dar, "so Frankfurt, München und Köln."[7]

Robert Brandes war Nationalsozialist (Beitritt 1931), bereits 1932 in der NSDAP-Gauleitung, Gauwohnungskommissar, Mitglied der Deutschen Christen. Ab der Machtergreifung im Frühjahr 1933 wurde er als Regierungsbaumeister a.D. kommissarischer Bürgermeister von Köln und Erster Beigeordneter (für Bau- und Grundstückswesen).[8] Er war Leiter des Kampfbundes für deutsche Kultur Rheinland. 1935 wurde unter seiner Leitung die Altstadt Kölns entkernt und von den Unterschichten-BewohnerInnen 'gesäubert', - in den Augen der NationalsozialistInnen 'Asoziale'.[9]

Irma Brandes verfasste unter anderem 1937 für die Stadt Köln einen Stadtführer, sowie wenig später eine eigene Stadtdarstellung, in der sie nationalsozialistisch bedeutende Orte markierte, u.a. rechtfertigte sie darin die Eingriffe ihres Mannes in der Kölner Altstadt.[10] Dieses Büchlein erlebte zahlreiche Neuauflagen, in der Nachkriegszeit unter anderen Titeln.

Wie und wo sie die Kriegszeit und das Ende des Nationalsozialismus erlebte ist nicht überliefert. Robert Brandes war von Juni 1944 bis zum Einzug der Amerikaner in Köln am 6.3.1945 ein gefürchteter Oberbürgermeister. Brandes, immerhin Leiter der Stadtverwaltung der komplett zerstörten Stadt, "entkam mit seinen engsten Mitarbeitern bereits am 4. März durch einen Abwasser-Düker unter dem Rhein,...",[11] und konnte sich so zunächst vor den Alliierten in Sicherheit bringen. Er ließ im rechtsrheinischen Köln die NS-Herrschaft noch Wochen andauern, gab am 24.3.45 dem Stadtdirektor Osthus den Auftrag, "im Falle der Besetzung des rechtsrheinischen Stadtgebietes die Verwaltung weiterzuführen. ... An ihren Standorten im Bergischen Land versuchten die verlegten Kölner Dienststellen und Behörden die Fiktion einer funktionsfähigen Verwaltung aufrecht zu erhalten. ... gegen vermeintliche oder tatsächliche Plünderer ... schritten NS-Funktionäre noch einmal mit aller Unmenschlichkeit ein."[12] Deserteure, erkrankte ZwangsarbeiterInnen, Augenzeugen von Verbrechen usf. wurden erschossen.
Robert Brandes arbeitete später als Geschäftsführer. Die Position von Irma Brandes zu dem NS-Regime und den Taten ihres Mannes ist bisher nicht beleuchtet. Jedoch spiegeln Erinnerungen eines Zeitgenossen eine unbedingte Loyalität und Liebe zum Ehemann, die auch verschlüsselt Eingang in ihre Gedichte fand.[13]

Nachkriegszeit

Brandes' Köln-Bücher fanden, in der entsprechend gesäuberten Fassung, weiterhin Anklang. Sie vollzog in "Köln. Antlitz aus Tag und Traum" den Übergang zur Literatur. "Köln; immer wieder diese Stadt, die sie noch jetzt beschäftigt [1979, die WikiVerf.], insbesondere ihre 2000jährige Geschichte, in der sich, allem Großstädtischen und Weitgespannten zum Trotz, das Humane bewahrte - eventuell bis heute; in der Gelassenheit, Heiterkeit zuhause sind und der Spruch zählt: 'es hat noch immer alles jut jegange': eine Stadt, in der man noch romantisch baute, der Geist aber schon gotisch war, eine, so Irma Brandes, mit nichts zu vergleichende Stadtpersönlichkeit." [14]

Nach und nach legte sie den Schwerpunkt auf den Zeitraum der Romantik und veröffentlichte - meist mit Ursula Mauch - zahlreiche Bücher über Frauen dieser Kulturbewegung. Hildebrand schätzt, dass bereits die junge Journalistin an dem Thema interessiert war: "... und nun suchte sie nach Vorbildern, die ihr die eigene Zeit nicht gab; in der Ouvertüre der frühen Romantik bot sich eins. Diese Suche fand ihre weitere Erfüllung, als sie nebenbei die Vorlesungen Ernst Bertrams in Köln besuchte, wohin sie 1929 gekommen war, nachdem sie im Jahr zuvor als Rheinlandkorrespondentin mit Sitz in Frankfurt gewirkt hatte."[15]

Autor Hildebrand sieht die thematische Neuausrichtung auch als logische Folge aus den Auseinandersetzungen mit der Stadtgeschichte: "Hatte sie die einzelnen Städte als weibliche Persönlichkeiten erfahren, so konnte es kaum ausbleiben, daß dann endlich auch eine Frau portraitiert sein wollte - und das Thema, das sie in den Zwanzigerjahren ergriffen hatte, fing an sie zu bedrängen, wurde zum Hauptthema ihres Lebens; aus zwei Jahrzehnten eingehender Studien resultierte eine dramatisch aufgeführte, filmisch strukturierte Biographie 'Caroline...', eine Darstellung der spirituellen, erotischen und moralischen Freiheit, wie sie bei Caroline, beim Jenaer Kreis, gegeben war."[16] Sie sah in der Romantik den "Ursprung unserer aktuellen Probleme" gespiegelt: "Der Mann, der aus seiner Werkstatt, wo er ein 'Ganzes' schaffen konnte, als 'Hebeldiener' in die Fabrik überwechselte, spürte, daß solches Tun sein Leben innerlich und äußerlich entleerte; die Frau, die nicht mehr als 'Meisterin' oder Bäuerin (gleichberechtigt und erfüllt) neben ihm stand, sondern auf die drei Ks verwiesen war, wurde, da sie sich ebenfalls unverstanden fühlte, zum Aufbruch in eine Neuordnung bereit." (... eine recht projektive Wahrnehmung von Gleichberechtigung in Mittelalter und Früher Neuzeit, die WikiVerf.) "Die Ideen, die solche Neuordnung bringen konnten, aber verkamen, wie so oft, zu sich autoritär gebärenden Ideologien, die - um sich rascher durchzusetzen - alles Bisherige als verkrustet und darum als unbrauchbar verleumdeten."[17]

Neben den Biographien publizierte sie Gedichtbände, deren Texte teilweise von Familienangehörigen vertont wurden. "Um profunde Sachkenntnis war es Irma Brandes zeitlebens zu tun; mochte solches in gewisse Abstraktionen führen so verfügte sie stets über ein Äquivalent: das Musische."[18]

Sie lebte - ab der Nachkriegszeit - in Wiesbaden-Sonnenberg, ab 1958 und vermutlich bis zu ihrem Tod in einem eigenen Haus. Ihr Mann starb um 1988, von der 83jährigen Schriftstellerin heftig betrauert.

Engagement

Irma Brandes hatte sich in den 1930er Jahren an ihrem Wohnort Köln dem Künstlerinnenverband GEDOK angeschlossen. Vermutlich gelang es ihr als Gattin des städtischen Baubevollmächtigten der Stadt Köln, der GEDOK KÖLN 1938 ein repräsentatives und zentral gelegenes Fachwerkhaus am Buttermarkt zu verschaffen, das die Angehörigen des Künstlerinnennetzwerkes bis zur Bombardierung ca. 1943 als geselliges Zentrum und Ausstellungsraum nutzen konnten. Irma Brandes blieb laut Rainer Noll auch am neuen Wohnort Wiesbaden der GEDOK verbunden.

Literatur von Irma Brandes

  • 1937 Köln am Rhein. Hrsg.: Oberbürgermeister der Hansestadt Köln. Red. Gestaltung: Irma Brandes-Fiebig und Toni Feldenkirchen. Köln
  • 1940 Köln. Stadt am Strom. Staufen Verlag (als Irma Brandes) "Dem ersten (sic) Büchlein, das die Rheinmetropole zum Gegenstand hatte, gab sie den Untertitel 'Stadt am Strom' (1940); als es dann nach 45 neu gedruckt wurde, mußte sie den Text umschreiben - ', heulend, denn was Köln gewesen war, stand nicht mehr'." (Hildebrand, S. 14). Sie musste allerdings auch die NS-bejahenden Textstellen 'umschreiben'.
  • 1956 Köln. Antlitz aus Tag und Traum Peters, Honnef "Köln- Antlitz aus Tag und Traum' überschrieb sie eine neue Würdigung (1956), in dem die Stadt, wie der Titel sagt, als umfassende männliche und weibliche, dies- und jenseitige Persönlichkeit dargestellt ist." (Hildebrand, S. 14)
  • [1965] Mit uns allein. Karlsruhe, Der Karlsruher Bote
  • 1966 Um uns die Flut. Karlsruhe, Der Karlsruher Bote
  • 1968 mit Ursula Mauch: Ich habe viel gelebt in diesen wenigen Tagen. Frauen der Romantik. Ullstein Tb (Neuaufl. April 1998)
  • 1970 "Caroline". Blanvalet
  • 1980 Geliebte Gefährten. Gedichte. Bechtle-Verlag
  • 1984 Legende einer Liebe. Gedichte, mit zahlreichen Partituren. Bechtle-Verlag, Esslingen/München, auch 1989.
  • 1989 mit Ursula Mauch: Der Freiheit entgegen. Frauen der Romantik, Bechtle-Verlag
  • 1997 mit Ursula Mauch: Nesseln und Jasmin. Frauen auf Fürstenthronen, Bechtle-Verlag


Literatur über Irma Brandes

  • Alexander Hildebrand: Das Chaos in der eigenen Brust zur Harmonie zu bringe... Portrait einer Romantikerin, in: Autoren, Autoren, 1979, S. 13-17
  • Konrad Feilchenfeld: Deutsches Literaturlexikon. Das 20. Jahrhundert. Band Blaas-Braunfels. Walter de Gruyter, 2001 , ISBN 311096113X
  • Horst Matzerath: Köln in der Zeit des Nationalsozialismus. 1933-1945-Kölön Greven 2009 (?)
  • Kölner Personenlexikon. Greven 2008, S. 76 (Brandes, Robert)


Kompositionen

  • Kurt Fiebig: Zwei Duette nach Texten von Irma Brandes und Klavier: „Stockrosen", „Champignon Capriccio". Hans-Martin Majewski Musikverlag, Berlin - Hamburg
  • Kurt Fiebig: Geliebte Gefährten nach Irma Brandes. Selbstverlag
  • Für die Schallplatte hat Rainer Noll die Orgelpartita „Wer nur den lieben Gott lässt walten" von Kurt Fiebig in St. Martin in Kelsterbach eingespielt (Motette Ursina, 9002-33). Der Komponist begleitet selbst an Orgel und Flügel das Geistliche Konzert "Sei getreu bis in den Tod" (Paul Schmolke, Bariton), das Adagio aus "Jesu salvator saeculi" für Trompete (Heiner Rausch) und Orgel sowie Lieder nach Gedichten von Irma Brandes, rezitiert von Eva Fiebig, gesungen von Ursula Henke (Sopran).

Einzelnachweise

  1. Hildebrand, S. 16
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Eva_Fiebig
  3. Hildebrand S. 13 und 15/16
  4. Hildebrand, S. 13/4
  5. Alle Informationen nach Konrad Feilchenfeld, S. 1957 (Kürzel GS) und Hildebrand, S. 13/4
  6. Blaas-Braunfels, S. 1957
  7. Hildebrand, S. 13/4
  8. vgl. Matzerath, S. 6, S. 77, S. 80
  9. vgl. Matzerath, S. 225
  10. Irma Brandes: Köln. Stadt am Strom. Staufen Verlag 2. Aufl. 1941, zum Gürzenich: "Sein gotischer Konzert- und Tanzsaal hat seit der Fertigstellung 1447 alle bedeutenden Gäste Kölns empfangen, von Friedrich II., Maximilian I., Karl V. bis zu Adolf Hitler, der hier, unter den seidenen Fahnen der reichen Geschichte der Stadt, die Befreiung der Rheinlande von den Fesseln des Versailler Diktats feierlich kundtat", S. 13; zur Planung der Ost-West-Achse als Aufmarschroute: "Die Pläne für die kommende Gestalt der Stadt, die der Führer anwies und deren Durchführung schon begonnen hat, geben Beidem ihren Platz: der neuen Industrie- und der alten Handelsstadt. Zugleich wird der Verkehr durch aufzubrechende breite Straßen geführt, die doch nichts Zusammengehörendes zerreißen. Vom Durchgangsverkehr befreit, werden vielmehr von nun an die alten Bezirke ihre engen, stillen Räume, ihren menschlichen Maßstab und ihre wertvollen Bauwerke ungestört erhalten können." S. 10; zur Altstadtsanierung: "In das wiederhergestellte Martinsviertel, das sich dem Dombezirk anschließt, in die alten Gassen, die einst die Väter dem Rheine abgerungen haben, strömt jetzt, nachdem die Straßen gesäubert, gelüftet und die alten Häuser mit neuzeitlichen Einrichtungen versehen sind, ein eigenes Leben." S. 17; zum geplanten Forum: "... dort, wo auf den sonnenbeschienenen Bänken Tag für Tag die Besucher zum alten Köln herüberträumen, wird einst das Staats- und Parteiforum sich erheben. Im Angesicht der Bauten des Staufenreiches stehen dann rechtsrheinisch die steinernen Zeugen Großdeutschlands, beide unlösbar zusammengeknüpft durch die starken Bogen der Brücken. Und nichts wird zwischen den Baudenkmälern der beiden Reiche sein als die alles Leid fortspülenden Fluten des Rheins." S: 59
  11. Matzerath, S. 525
  12. Matzerath, S. 528
  13. Aus dem Vorwort von Ursula Mauch zum Gedichtband 1984: "In Gedichten, gesprochenem Wort und gesungenen Vertonungen wird hier die Geschichte einer Liebe erzählt, die in dem Zeitraum der chaotischen frühen dreißiger Jahre beginnt und über dunkles Ahnen, über tatsächliche Erlebnisse und Ereignisse wie Krieg, Abschied, Vertreibung, Verwundung, Todesängste, das endliche Wiederfinden und Über-sich-Hinaus-Wachsen in die Gegenwart führt. Es ist die Geschichte einer Liebe, die zwei Menschen, ausgeprägte Einzelwesen, zu einem vollkommenen 'Wir' zusammenwachsen läßt, das weder verrinnende Jahre noch Schicksalsschläge, Einflüsse von innen oder von außen, zu sprengen vermögen, ein Wir, das über den Tod hinaus existieren, Seinskraft behalten wird."
  14. Hildebrand, S. 14
  15. Hildebrand, S. 13. Der Kölner Germanistik-Professor Bertram hat 1933 die Bücherverbrennung mit schlecht gesetzten Zeilen angestachelt: Verwerft, was euch verwirrt, / Verfemt, was euch verführt! / Was reinen Willens nicht wuchs, / In die Flammen mit was euch bedroht, vgl. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 44.
  16. Hildebrand, S. 14
  17. Hildebrand, S. 15
  18. Hildebrand, S. 14


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