Henriette Hannah Bodenheimer: Unterschied zwischen den Versionen

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* Carmel Hakim, Esther (2004): Canadian Hadassah-WIZO and the Establishment of the Women’s Agricultural School at Nahalal, in: Canadian Jewish Studies / Études juives canadiennes Vol. 12  
 
* Carmel Hakim, Esther (2004): Canadian Hadassah-WIZO and the Establishment of the Women’s Agricultural School at Nahalal, in: Canadian Jewish Studies / Études juives canadiennes Vol. 12  
 
* Bernstein, Deborah S. (1986): The Struggle for Equality. Urban Women Workers in Prestate Israeli Society, New York: Praeger.  
 
* Bernstein, Deborah S. (1986): The Struggle for Equality. Urban Women Workers in Prestate Israeli Society, New York: Praeger.  
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* Who’s Who in World Jewry 1971-1987
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* The Central Zionist Archives http://www.zionistarchives.org.il/en/about-us/Pages/Accessibility.aspx  Bestand A 15
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* Lbi Collection: Archives  Call No.:  AR 6132  Location: A 23/2  Bodenheimer, Max  Max Bodenheimer. Archives; 1989.   
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* Central Jewish Archives (Nachlasssplitter)
 
* [https://classic.europeana.eu/portal/en/record/2083601/rest_object_1034920_Hannah_Bodenheimer_Collection__1986__AR_5682.html?l%5Bp%5D%5Bf%5D%5BTYPE%5D%5B%5D=TEXT&l%5Bp%5D%5Bq%5D=who%3Abodenheimer+hannah+&l%5Br%5D=1&l%5Bt%5D=4&q=who%3Abodenheimer+hannah+ Hannah Bodenheimer Collection]  1986  archive.org AR 5682   
 
* [https://classic.europeana.eu/portal/en/record/2083601/rest_object_1034920_Hannah_Bodenheimer_Collection__1986__AR_5682.html?l%5Bp%5D%5Bf%5D%5BTYPE%5D%5B%5D=TEXT&l%5Bp%5D%5Bq%5D=who%3Abodenheimer+hannah+&l%5Br%5D=1&l%5Bt%5D=4&q=who%3Abodenheimer+hannah+ Hannah Bodenheimer Collection]  1986  archive.org AR 5682   
 
* Isa https://www.archives.gov.il/en/archives/Archive/0b07170680034dc1/File/0b0717068108f76a Staatsbürgerinnenschaft  
 
* Isa https://www.archives.gov.il/en/archives/Archive/0b07170680034dc1/File/0b0717068108f76a Staatsbürgerinnenschaft  
 
* Central Archives CAHJP  CAHJP remote  ORT-1006a ORT collection
 
* Central Archives CAHJP  CAHJP remote  ORT-1006a ORT collection
* The Central Zionist Archives http://www.zionistarchives.org.il/en/about-us/Pages/Accessibility.aspx
 
* Central Jewish Archives (Nachlasssplitter)
 
* Lbi Collection: Archives  Call No.:  AR 6132  Location: A 23/2  Bodenheimer, Max  Max Bodenheimer. Archives; 1989.   
 
  
 
==Einzelnachweise ==
 
==Einzelnachweise ==

Aktuelle Version vom 16. Januar 2022, 15:35 Uhr

(Henriette ) Hannah Bodenheimer (* 21.Juli 1898 in Köln; + 25. März1992 in Jerusalem) war eine Lehrerin für Landwirtschaft zur Vorbereitung der Auswanderung jüdischer Mädchen, Publizistin biografischer Bücher über ihren Vater Max Isidor Bodenheimer und Übersetzerin.


Kindheit und schulische Bildung

Ihrer Mutter war Rosa Bodenheimer, der Vater Max Isidor Bodenheimer, beide bekannte Zionist:innen in Deutschland. Sie hatte einen älteren Bruder Fritz Simon und eine jüngere Schwester Ruth Bodenheimer. Beide Töchter blieben unverheiratet.

Das Mädchen Henriette Hannah, genannt Hannah, besuchte von 1905 bis 1915 sowohl die Kaiserin-Augusta-Schule als auch die Koenigin-Luise-Schule in Köln, ggf. auch Klassen parallel an beiden Schulen (israelitischer Religionsunterricht?). Wie ihre Schwester Ruth unterstützte sie - vermutlich auf Anregung der Mutter - im Ersten Weltkrieg, 1915, die "Heimatfront" und erhielt eine Belobigung des Oberbürgermeisters. Sie schrieb Tagebuch, einige Seiten von 1914 bis 1917 sind erhalten.

Berufliche Ausbildung

Ab 1915 besuchte sie die Königliche Handels- und Gewerbeschule für Mädchen in Rheydt. Es sind zahlreiche Mitschriften im Nachlass erhalten. 1916 wechselte sie an die Wirtschaftliche Frauenschule Mallinckrodthof bei Paderborn.

1917 verließ sie die Ausbildungsstätte, um sich zwischen Mai und August einer praktischen Ausbildung in der Gärtnerei Immenhof in Dessau zu unterziehen.[1] 1918 folgte ein praktisches Training im jüdischen Kinderheim Köln-Lützowstrasse. Schließlich absolvierte sie ein Praktikum auf einem Bauernhof für Obst- und Gemüseanbau bei Hamburg (laut Eva Ferrero: Simon’sches Seminar bei Peine). 1919 bis 1920 kehrte sie an die Ausbildungsstätte nach Paderborn zurück. Auch aus dieser Lebensphase sind Mitschriften und Fotos erhalten. Zwischenzeitlich machte sie eine Reise nach Norditalien und Venedig.

Von April bis Oktober 1920 machte sie eine Art Referendariat in einer einer Schule für Hauswirtschaft und Gartenbau bei Hamburg (laut Eva Ferrero beid er Haushaltungs- und Gartenbauschule in Segeberg). Am 19.3.1920 legte sie eine Prüfung als Lehrerin der landwirtschaftlichen Haushaltungskunde ab. Im Anschluss studierte sie bis 1922 in Bonn an der 1847 gegründeten Landwirtschaftlichen Hochschule Bonn-Poppelsdorf, ab 1934 die Landwirtschaftliche Fakultät der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität Bonn. Nochmals folgten praktische Ausbildungsphasen als Geflügel-Züchterin an der Lehranstalt der Landwirtschaftskammer der Rheinprovinz in Neuss und von August 1922 bis Januar 1923 abermals in einer Gärtnerei, diesmal in Köln bei Melaten (Nicolaus Klein). In den von der Inflation geprägten Jahren arbeitete sie als kaufmännische Kraft in dem Geschäft des jüdischen Metallwarenhändlers Lissauer & Cie (Metalle und Erze) bis Juli 1924.

Berufstätigkeit

Ab Ende 19126 bis 1931 wurde sie Leiterin/Direktorin der jüdischen [Wirtschaftlichen Frauenschule auf dem Lande in Wolfratshausen bei München] im Isartal. Träger war der Jüdische Frauenbund, Ortsverein München, - diese erste landwirtschaftliche Schule für jüdische Mädchen nahm im Mai 1926 ihre Arbeit auf. Hier kamen Mädchen hin, die nach Abschluss der Schulzeit in einem Lehrjahr eine hauswirtschaftliche Ausbildung erhalten wollten und einen Lyzeumsabschluss erworben hatten. War die Schule ursprünglich gedacht, um auf die künftige Aufgabe als Hausfrau und Mutter vorbereitet zu werden bekam sie große Relevanz zur Vorbereitung auf die Alija. Sie wurden in einem zweisemestrigen Kurs in land- und hauswirtschaftliche Arbeiten eingeführt. Lehrerinnen unterrichteten Hauswirtschaft, Nähen, Tierzucht, Ökonomie und Gartenbau, aber auch Philosophie.[2] Viele Schülerinnen lernten erstmals in der Schule das kulturerlle und religiöse Judentum und die koschere Küche kennen. Rabbiner Leo Baerwald, dessen Tochter Gabriele selbst die Schukle besuchte, oder Rabbiner Ernst Ehrentreu kamen aus München angereist, um die »strenge rituelle Grundlage« der Schule zu überwachen. Es existierte bereits ein streng rituell geführtes Heim für Kinder im Alter von 8 bis 16 Jahren als Land- und Erholungsheim, dort konnten z.B. Themen wie Babyernährung praxisnah unterrichtet werden. Mit dem Abschluss erwarben die Schülerinnen eine Berechtigung, um weiterführende wirtschaftliche, soziale und pädagogische Schulen zu besuchen. Dass sie die Leitung erhielt legt nahe, dass sie aus einem koscheren Elternhaus stammte, was in der Biografie von Rosa Bodenheimer bisher nicht dokumentiert ist.[3]

1931 erwarb Hannah Bodenheimer ein Diplom als Lehrerin der Agrawissenschaften. Danach verließ sie Bayern und unterzog sie sich bis März 1932 in Berlin beim Lette-Verein einer weiteren Ausbildung, um Ausbildungslehrerin für Hauswirtschaft bzw. Gewerbelehrerin an hauswirtschaftlichen Fachschulen zu werden.

Am 1.4.1932 hielt sie ihr Zertifikat als Gewerbe- und Handelslehrerin an Hauswirtschaftsschulen vom Provinzial-Schulkollegium Abteilung III in Berlin in Händen. Damit kehrte sie nach Köln zurück, um sich auf die Eröffnung einer eigenen Mädchenschule vorzubereiten (Oktober 1932 bis März 1933), die sie leiten wollte. Diese sollte mit der Jawne verbunden sein, dem Reformgymnasium in Köln. Diese Pläne wurden aufgrund der Machtübernahme der Nationalsozialist:innen durchkreuzt.[4] Sie hielt Vorträge für den Jüdischen Frauenbund über moderne Ernährungsfragen u.a.m.

Nationalsozialismus und Exil

Mit ihren Eltern und ihrer Schwester wanderte sie bereits 1933 aus. Während diese jedoch am 3. April 1933 zunächst nach England reisten und kurze Zeit später nach Antwerpen und dann nach Amsterdam zu emigrieren, wählte Hannah Bodenheimer Palästina als direktes Exilland, wo bereits seit 1922 ihr Bruder lebte. Sie verließ offiziell am 2.6. Deutschland Land, ihr Immigrant Certificate - “Te’udat aliya” datiert vom 15.6.1933.[5] Erst 1935 folgte die restliche Familie, die Bodenheimers waren wieder vereint.

Nun musste sie zunächst Neu-Hebräisch lernen. Sie blieb ihren Themen treu und arbeitete ein Jahr an einer landwirtschaftlichen Mädchenschule, der 1923 von Kanadier:innen gegründeten Hadassah Agricultural School in Nahalal für eingewanderte osteuropäische Mädchen.[6] Danach lehrte sie an dem College für Agrarwissenschaften Megged in Pardess Hannah. 1934 gab sie drei Monate Hauswirtschaftsunterricht an der Meshek Poalot (Meshek ha-Po’alot) Schule in Afulah. Diese hatte ggf. eine sozialistisch-zionistische Arbeiterinnenorganisation als Träger: Mo’ezet Ha-Poalot - Council of Women Workers.[7]

Sie ordnete die Hauswirtschaft fuer das Internat des landwirtschaftlichen Gymnasium der Hitachduth des Jkarim bei Hadera, gleichzeitig war sie Gewerbelehrerin fuer den hauswirtschaftlichen Unterricht in dieser Schule (bis Oktober 1936).[8] 1936 wear sie für die Beit Zeiroth Misrachi/Mizrachi in Jerusalem tätig. Es handelte sich dabei um das erste Projekt der us-amerikanischen Frauenorganisation AMIT’s, die 1933 gegründete erste berufsbezogene High School für jüdische Mädchen in Palästina.[9]. Inwieweit sich Hannah Bodenheimer mit den jeweiligen Ausrichtungen der Schulträger identifizierte muss noch erforscht werden.

Nun lebte sie in der gleichen Stadt wie Vater, Schwester und Bruder, die Mutter Rosa Bodenheimer war 1938 verstorben, sie lebte in einem Haus mit ihrem Vater. 1938 erwarb sie die britisch-palästinensische Staatsbürgerinnenschaft.[10] Ein Antragsdokument wies sie als Lehrerin aus.

Erstaunlicherweise unternahem sie 1939 eine Reise durch Europa und fuhr auch nach Deutschland. Dann fehlen für einige Jahre Hinweise auf ihren Lebensunterhalt und Aufenthaltsort. Ihr Vater starb 1940, die Schwester 1941.[11]


Nachkriegszeit: Chronistin, Arbeit in Köln

In den frühen 1940ern übergab sie erste Nachlassteile von Max Bodenheimer an die Central Zionist Archives in Jerusalem. 1946-1964 war sie mit Restitutionsfragen beschäftigt. 1952 reiste sie das erste Mal wieder nach Deutschland.

Der Tod des Vaters traf sie tief. Dabei stand die Hochachtung für sein politisches Wirken im Fokus der Verlusterfahrung.[12] Spätestens 1946/47 erfolgte eine radikale Wende in ihrem Berufsleben: Sie wurde nun Chronistin der deutschsprachigen (rheinischen) Zionistischen Bewegung und des Wirkens ihres Vaters, der die ersehnte Staatsgründung nicht mehr erlebt hatte.

Ein erster Text war "Toldot Tochnit Basel.[13] Zugute kam ihr vermutlich, dass 1949 der Nachlass des wichtigsten deutschsprachigen Zionisten Theodor Herzl nach Israel überführt worden war. Darin waren auch Dokumente über ihren Vater und gemeinsame Reisen mit Herzl erhalten. Nach weiteren Publikationen zog sie 1953 für einige Jahre nach Köln, wo der Staat Israel in der Subbelrather Straße 15 eine Israel Mission zur Abwicklung von Wiedergutmachungsleistungen eröffnet hatte. Bis 1956 arbeitete sie dort als Referentin (Secretary), hatte Zugang zu dem großen Archiv; sie verbrachte aber auch jedes Jahr einige Monate in Israel.

1958 veröffentlichte sie die Schrift ihres Vaters: Max I. Bodenheimer: So wurde Israel.[14] 1965 folgte Im Anfang der zionistischen Bewegung, 1978 Der Durchbruch des politischen Zionismus in Köln. Dieses Buch widmete sie ihrem Vater und der Stadt Köln. Weitere Schriften auf Deutsch, Englisch und Hebräisch folgten. Sie wurde eine anerkannte Expertin für die Geschichte des Zionismus im deutsche Kaiserreich, fand Eingang in viele internationale biografische Lexika. 1963/4 trat sie als Referentin im Kontext der Monumenta Judaica Ausstellung in Köln auf. Vermutlich war sie bei der Benennung der (Max) Bodenheimerstraße in Köln anwesend.<refvgl. Nachlassbestand im leo Baeck institute zu der Thematik.</ref>

1976 verkaufte sie ein Stück Land aus ihrem Besitz und erwarb die Wohnung in Jerusalem, in der sie lebte.[15] Gegen Lebensende korrespondierte sie mit früheren Schülerinnen aus Wolfratshausen, die überlebt hatten. 1989 intendierte sie, zur Anbringung der Gedenktafel an den Vater in der Richmodstraße nach Köln zu kommen, erkrankte jedoch zuvor. Sie starb dort am 22. März 1992.

Zuvor hatte sie testamentarisch eine Max Bodenheimer Gesellschaft festgelegt, in die aller Familienbesitz einfließen sollte. Zweck der Vereingiung sollte sein, an Max Bodenheimers Beitrag zur zionistischen bewegung zu erinnern und weitere Forschungen voranzutreiben, so über Bodenheimers zionistische Aktivitäten und besonders über deutschsprachigen Zionismus, den Beitrag der deutschpsrachigen Juden zur Weiterentwicklung des Staates Palästina und über die Lebensbedingungen osteuroäischer Juden /Jüdinnen und ihrer Auswanderungen nach Westeuropa und Palästina. Die Papiere von Hannah, Rosa, Ruth and Fritz Simon Bodenheimer kamen 1992 an die Central Zionist Archives.

1993 wurde die Society for the Commemoration of Max I. Bodenheimer and of Henriette Hannah Bodenheimer bei den Central Zionist Archives angesiedelt.[16].


Literatur über Hannah Bodenheimer und ihren Stationen

  • Matzerath, Horst; Pracht, Elfie; Becker-Jákli, Barbara (Hg.) (1988): Jüdisches Schicksal in Köln 1918-1945. Katalog zur Ausstellung des Historischen Archivs der Stadt Köln / NS-Dokumentationszentrum. Köln.
  • Küsters, Yvonne (1995): Rosa Bodenheimer : 1876-1938, in: "10 Uhr pünktlich Gürzenich". Hundert Jahre bewegte Frauen in Köln. Zur Geschichte der Organisationen und Vereine, Münster: agenda, S.73-75.
  • Bäuml-Stosiek, Dagmar (2007): "Wir lebten in einer Oase des Friedens ...". Didaktisches Begleitmaterial zur Ausstellung über die jüdische Mädchenschule in Wolfratshausen (1926 - 1938), o. O.: o. V. , 2007, und Dölling u. Galitz, 2009.
  • Koernicke, M./Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn und Landwirtschaftliche Hochschule Bonn-Poppelsdorf (1930): Landwirtschaftliche Hochschule Bonn-Poppelsdorf, Bonn 1930].
  • Carmel Hakim, Esther (2004): Canadian Hadassah-WIZO and the Establishment of the Women’s Agricultural School at Nahalal, in: Canadian Jewish Studies / Études juives canadiennes Vol. 12
  • Bernstein, Deborah S. (1986): The Struggle for Equality. Urban Women Workers in Prestate Israeli Society, New York: Praeger.

Nicht eingesehen wurden bisher:[17]

  • Who’s Who in World Jewry 1971-1987
  • Academia Italia
  • Biography International, Delhi
  • International Who’s Who of Intellectuals, Ninth Edition


Literatur von Hannah Bodenheimer

  • 1928 Warum und wie führen wir die jüdische Frau zur Landwirtschaft? in: Heft 2 (01. Februar 1928), S. 19.

Bayerische israelitische Gemeindezeitung (München), Heft

  • 1930 Wolfratshausen, in: Bayerische israelitische Gemeindezeitung (München), Heft 7 (01. April 1930), S. 107.
  • 1931 Wolfratshausen, in: Bayerische israelitische Gemeindezeitung (München), Heft 9 (01. Mai 1931), S. 133
  • 1947 Toldot Tochnit Basel /Toldot tokhnit Bazl (Vorgeschichte des Basler programms)
  • 1948 Die neue Generation: Answers to "Our Parents and We", in: Aufbau, H. 23, 04.06.1948, Bd. 14,S. 25.
  • 1950 (Unveröff. Manuskript) Dr. M.I. Bodenheimer: Wohin mit den russischen Juden? und ihr Widerhall
  • 1952 Darki LeZion, Sichronot
  • 1958 (Hg.) So wurde Israel. Aus der Geschichte der zionistischen Bewegung. Erinnerungen von Dr. M.I. Bodenheimer,Frankfurt/Main Europäische Verlagsanstalt (2. Aufl. Köln R. Biesenbach, 1984)
  • 1963 Prelude to Israel. The Memoirs of M.I. Bodenheimer. Edited by Henriette Hannah Bodenheimer, translated by Israel Cohen. New York, London T. Yoseloff (= wo wurde Israel).
  • 1964 The Statutes of the Keren Kayemeth. A study of their origin, based on the known as well as hitherto unpublished sources, in: Herzl Year Book. Vol. 6. 1964/65.
  • 1965 Im Anfang der zionistischen Bewegung. Eine Dokumentation auf der Grundlage des Briefwechsels zwischen Theodor Herzl und Max Bodenheimer von 1896 bis 1905, Frankfurt a. M., Europäische Verlagsanstalt.
  • 1971 The three delegates' Conferences of German Zionists, in: Herzl Year Book. Vol. 7.
  • 1972 (mit Bodenheimer, Max): Die Zionisten und das kaiserliche Deutschland, Bensberg, Schäuble Verlag 1972 (2. verb. Aufl. Jerusalem, 1981) online
  • 1978 (Bearb.): Der Durchbruch des politischen Zionismus in Köln 1890-1900. Eine Dokumentation - Briefe, Protokolle, Flugblaetter, Reden, Köln, Bund Verlag
  • 1980 Übersetzung Die Zionisten und das kaiserliche Deutschland (ins oder aus dem Hebräischen) .
  • 1983 Die Geburtswehen der zionistischen Organisation. Jerusalem (Von den Geburtswehen der zionistischen Organisation ), Jerusalem, Kiriat Sefer Ltd.
  • 1986 Max Bodenheimer. Ein zionistisches Lebensbild, nach seinen Schriften und Briefen, Köln d + p
  • 1990 Max Bodenheimer (1865-1940). Political Genius for Zionism, Edinburgh
  • 1991 Max Isidor Bodenheimer (1865-1940), in: Rheinische Lebensbilder 12 (1991), S.233-256.
  • 1991 Hebr. Übersetzung von Max Bodenheimer (1865-1940). Political Genius for Zionism (Rîšôn haṣ-ṣiyyônîm : Mâqs Bôdenhaimer (1865 - 1940) we-rêšît haṣ-ṣiyyônût ham-medînît / mēʾēt Ḥannā Bôdenhaimer. Targûm mig-germānît Estēr Hāgār)
  • Be-reshit ha-tenuʿah
  • 1991 100 Jahre politischer Zionismus. Max Bodenheimers revolutionäre Schrift von 1891 "Wohin mit den russischen Juden?", neu herausgegeben von Hannah Henriette Bodenheimer, mit einer Einleitung von Fritz Schatten, Köln : Interpress Publikations Verlags- und Vertriebswesen.

weblinks


Archivalien

Einzelnachweise

  1. Für ihre Berufswahl mag eine Rolle gespielt haben, dass ihr Vater 1893 zusammen mit dem Kölner David Wolffsohn den "Kölner Verein zur Förderung von Ackerbau und Handwerk in Palästina" gegründet hatte. Sie war vermutlich eine 'Vatertochter'.
  2. Vgl. Warum und wie führen wir die jüdische Frau zur Landwirtschaft?, in: Bayerische israelitische Gemeindezeitung, H. 2 1928, 4. Jg., S. 19-20; in ihrem Nachlass sind Briefe, Unterrichtsnotizen, Jahresberichte, Schulordnungen, Rede, Artikel, Kochrezepte, Schülerinnenverzeichnisse u.v.a. erhalten.
  3. In Wolfratshausen folgten von 1931 bis 1934 Elisabeth Mirabeau, von 1934 bis 1938 Caroline K. Meier als Direktorinnen, 1938 wurde die Schule geschlossen. Viele Schülerinnen wurden ermordet, vgl. https://www.alemannia-judaica.de/wolfratshausen_erholungsheime.htm.
  4. Ein Artikel in der Gemeindezeitung benennt Erich Klibansky und Hannah Bodenheimer als Ansprechpersonen in einem Text, was diese Darstellung wahrscheinlich macht;: März 1933, S, 77/78.
  5. Nachlass Position 1593: Notice of Hannah Bodenheimer’s departure from Cologne, issued by the police of Cologne, 2.6.1933.
  6. Sie wurde 1942 von Hadassah-WIZO Canada übernommen.
  7. Vgl. Trägerverein.
  8. Agricultural College of the Farmer’s Association bei Hadera.
  9. Die AMIT - Mizrachi Women’s Organization of America - hatte sich 1925 aus der Hilfsfunktion in der männlich dominierten religiösen Zionist Mizrachi Organization herausgelöst, aber erst 1934 waren sie - wegen Widerständen der Männer - komplett autonom, vgl. https://jwa.org/encyclopedia/article/amit und https://www.jewishvirtuallibrary.org/amit. Das (?) Misrachi stellte Im Mandatsgebiet Palästina eine politische Partei dar, die ab 1920 in der Versammlung der Repräsentanten der jüdischen Bevölkerung Palästinas vertreten war, angeführt von Jehuda Leib Maimon.
  10. Dokumente liegen im ISA. Als Bürgen konnte sie einen bedeutenden Mann benennen, den Schwiegervater ihres Bruders und anerkannten russischen Zionisten Menahem Ussishkin, der langjähriger Präsident des Jüdischen Nationalfonds gewesen war. Im Dokument steht allerdings S. Ussishkin, ggf. war es sein Sohn Shmuel. Sie wohnte bereits in der Sa'adia Gaon Street, jedoch Nummer 6 (zum Lebensende Nr. 8)
  11. Nach dem Tod des Bruders 1959 und seiner Frau Rachel 1969 war sie die einzige Überlebende der Kölner Familie Bodenheimer.
  12. "From 1940 onwards, most of Hannah Bodenheimer's activities were dedicated to the memory of her late father. The documents she left reflect this very strongly – in many of the manuscripts of her books and articles, and in her personal and private correspondence she emphasizes the important role her father played in the early development of Zionism.", Eva Ferrero: Introduction to the file list of the papers of Henriette Hannah, Rosa, Ruth and Fritz Simon Bodenheimer (Record Group A15.
  13. Nach Angaben von Eva Ferrero: תולדות תוכנית באזל. מלחמת-הדעות לפני הקונגרס הציוני הראשון לפי חליפת המכתבים בין פרופ' הרמן שפירא ובין דר' מקס א. בודנהיימר. ירושלים, תש”ז (1947)
  14. Eine zweite Auflage erschien 1984.
  15. Sie lebte in der Saadia Gaon Street 8 in Jerusalem.
  16. Die Mitarbeiterin Frau Eva Ferrero übermittelte im September 2005 per Mail Daten aus dem Lebenslauf und den Archivalien zu Hannah Bodenheimer an die Verfasserin, vgl. http://www.zionistarchives.org.il/en/AttheCZA/AdditionalArticles/Pages/Bodenheimer.aspx#!prettyPhoto; https://www.bodenheimer.org/ diese Bodenheimer Foundation scheint nicht (mehr) zu existieren.
  17. Die Korrespondenz lässt nicht erkennen, ob es jeweils um ihre Biografie oder die des Vaters geht.

FrauenGeschichtsWiki ist ein Projekt des Kölner Frauengeschichtsverein e.V. Viele Informationen stammen aus unserem Vereinsarchiv. Zu diesem Artikel trug Eva Ferrero von The Society for the Commemoration of Max I. Bodenheimer and of Henriette Hannah Bodenheimer, c/o The Central Zionist Archives bedeutende Informationen bei. Wir freuen uns über weitere Hinweise an wiki@frauengeschichtsverein.de .